Bewegung am Arbeitsplatz

Guter Vorsatz 2017: Bewegt arbeiten!

Mehr bewegen, weniger Stress, abnehmen – das sind nur ein paar der guten Vorsätze fürs neue Jahr. Jeder noch so weite Weg, Vorsätze umzusetzen, fängt mit einem kleinen Schritt an. Wer sich mehr bewegen will, aber den Gang ins Fitnessstudio scheut, kann damit bereits im Büro beginnen. Dazu rät die Deutsche Sporthochschule Köln.

Weniger rauchen, mehr Zeit für die Familie und mehr bewegen stehen ganz oben auf der To-Do-Liste. Auch der Verzicht aufs Handy und Internet liegt im Trend, wie eine aktuelle Forsa-Studie zeigt. Für 2017 nimmt sich jeder fünfte Deutsche vor, das Handy, den Computer oder das Internet weniger zu nutzen. Bei jungen Erwachsenen plant sogar 38 Prozent einen Rückzug aus der Online-Welt. Auf Platz eins der guten Vorsätze steht der Stressabbau. Zu den Klassikern zählen weiterhin gesündere Ernährung (50 Prozent) und mehr Bewegung (57 Prozent).

Morgen ist auch noch ein Tag
Mit dem Durchhaltevermögen ist es jedoch so eine Sache. Laut Forsa-Studie schafften es 2015 immerhin 56 Prozent der Deutschen, ihre guten Vorsätze für das neue Jahr vier Monate und länger durchzuhalten. Das ist der beste Wert seit Beginn der Befragungen. Er zeigt aber auch, welche Mühen und oft Qualen mit der Umsetzung verbunden sind. Den meisten von uns ergeht es wie Scarlett O’Hara in „Vom Winde verweht“. Immer, wenn es hart auf hart kam, tröstete sie sich über ihr fehlendes Durchsetzungsvermögen mit Empirie hinweg: „Morgen ist auch noch ein Tag.“

Bewegung in den Arbeitsalltag integrieren
Viele Vorsätze sind also schnell gefasst, aber ebenso schnell wieder vergessen. Darauf verweist die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS). Die Kölner Wissenschaftler raten dazu, Bewegung am Arbeitsplatz zu integrieren. „Sport nach der Arbeit alleine reicht nicht aus, um Menschen gesund, fit und leistungsfähig zu erhalten“, glaubt Prof. Dr. Ingo Froböse, Leiter des Zentrums für Gesundheit durch Sport und Bewegung der DSHS. Er fordert daher: „Wir müssen Bewegung wieder zu den Menschen bringen, indem wir Räume für Bewegung schaffen – und das, ohne den Arbeitsprozess zu stören.“ Mindestens 25 % der Arbeitszeit sollen wir im Stehen, Gehen oder bei leichter körperlicher Aktivität ausüben, so die Empfehlung.

Kultur und Teamgeist besonders wichtig
Erste Ideen zur Umsetzung präsentierten die Wissenschaftler beim Kölner Abend der Sportwissenschaft im Dezember 2017. Er stand unter dem Titel „Der Arbeitsplatz der Zukunft – bewegtes Arbeiten statt riskanten Sitzens?“. Die schlechte Nachricht: Gymnastikbälle, höhenverstellbare Schreibtische oder E-Mail-freie Stunden führen allein nicht zu mehr Bewegung am Arbeitsplatz. Die gute Nachricht: Verhaltensänderungen sind möglich. Laut Prof. Dr. Jens Kleinert, Leiter des Psychologischen Instituts, sind die (Bewegungs-)Kultur in Unternehmen, Teamgeist und das Miteinander Schlüsselkomponenten einer bewegten Arbeitsatmosphäre.

Wie der Arbeitsplatz der Zukunft konkret aussehen wird, bleibt für die Kölner Wissenschaftler noch eine offene Frage. Für Jens Kleiner steht allerdings fest: „Wir machen Dinge, die für uns ein Erlebnis und deren positive Effekte unmittelbar wahrnehmbar sind.“ Im Klartext: Wir brauchen „Leckerlis“, wenn wir unser Verhalten ändern wollen. Der Psychologe rät dazu, gute Vorsätze konkretisier-, mess- und überprüfbar zu machen sowie in die sozialen und alltäglichen Handlungsstrukturen zu integrieren.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start ins neue Jahr und freuen uns, Sie mit interessanten Berichten zu versorgen. Bleiben Sie auch in 2017 immer in Bewegung – nicht nur privat sondern auch am Arbeitsplatz. Seien Sie offen für gute Vorsätze, spannende und neue Ereignisse und Erfahrungen.

Arbeitsplatz der Zukunft – der Film

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Domotex präsentiert Neues für den Boden

Teppichböden können Problemlöser sein und einen wichtigen Beitrag zur Wohlfühl-Atmosphäre in Räumen liefern. Das zeigt vom 14. bis 17. Januar 2017 die DOMOTEX. Stärker denn je setzt die Leitmesse der internationalen Bodenbelagsbranche dabei auf aktuelle Trends. Mit dem neuen Format „Young Designer Trendtable“, einer Gruppe experimentierfreudiger Nachwuchsdesigner unter Führung des Münchner Industrie-Designers Stefan Diez, ist die Messe erneut den aktuellen Tendenzen auf der Spur. Eine angenehme Akustik sorgt nicht für Ruhe im Büro, sondern stiftet auch Frieden. Aber wie sehen friedensstiftende, akustisch optimierte Räume aus? Dieser Fragen gehen am Montag, den 16. Januar 2017, Verena Hartmann vom international renommierten Büro Sauerbruch Hutton, Berlin, und der Münchener Architekt Peter Haimerl nach. Das Gespräch wird von Stuttgarter Innenarchitekt Prof. Rudolf Schricker moderiert. Sauerbruch Hutton realisierten u.a. das Museum Brandhorst, das Umweltbundesamt und die ADAC-Zentrale. Peter Haimerl will mit jedem seiner Projekte faszinierende, unkonventionelle Lösungen gestalten und Innovationen entwickeln.

Weitere Infos:
www.domotex.de,
www.sauerbruchhutton.de,
www.peterhaimerl.com

Foto: © Domotex